STUDENTENREITEN
GESTERN UND HEUTE

Geschichte

Die Anfänge der Studentenreiterei reichen zurück bis ins 17. Jhd. Sie entstand durch die Gründung von Reitschulen an den damaligen Universitäten. Im Jahr 1929 wurde der erste akademische Reitbund gegründet, die ersten Hochschulmeisterschaften im Reiten fanden 1932 in Berlin statt. Nach dem 2. Weltkrieg fand 1951 das erste nationale Vergleichsturnier statt und im Jahr 1954 wurde der Deutsche Akademische Reitverband (DAR) gegründet. 15 Jahre später wurde das erste internationale Studentenreiterturnier ausgetragen.


Gegenwart

Die Gruppe der Studentenreiter setzt sich aus nahezu allen Sparten der Reiterei zusammen. Das Spektrum reicht vom Freizeitreiter über gelegentliche Turnierreiter bis zum Träger des Goldenen Reitabzeichens. Allen gemeinsam ist aber der Spaß an Pferden, am Feiern und am Herumreisen auf Turnieren. Außerdem bietet die Studentenreiterei die einmalige Gelegenheit, Leute aus dem ganzen Bundesgebiet kennenzulernen und wieder zu treffen, sei es auf einem Turnier, einer Planwagenfahrt oder einem Glühweinritt. Viele hocherfolgreiche Turnierreiter, wie z.B Isabell Werth, Michael Klimke, Gina Capellmann oder Sven Rothenberger haben eine Studentenreitervergangenheit, und viele "Ehemalige" sind doch immer wieder als "Schlabus" auf dem einen oder anderen Turnier dabei.


Was kommt danach?

Auch nach dem Studium bleiben viele Altakademiker dem Gedanken der Studentenreiterei treu und bringen ihre gewonnenen Erfahrungen in vielfältiger Weise in den Reitsport ein. Das jahrelange Engagement in den organisatorischen Aufgaben des Hochschulreitsports und in der Organisation studentischer Großveranstaltungen bietet den reitenden Studenten ein weites Feld, auf dem Wissen und Erfahrung gesammelt werden können, die sich in keinem Hörsaal vermitteln lassen. Trotz des zunehmenden Leistungsdrucks an den Hochschulen sind die Studentenreiter aus reiner Freude an der Sache bereit, ungezählte Stunden zu opfern. Das Turniergeschehen erfordert Eigenschaften wie Ideenreichtum und Durchhaltevermögen sowie Kontaktfreude, internationale Ausrichtung und ein hohes Maß an Mobilität. Besonders aufgrund ihres engagierten Einsatzes auch außerhalb des Hochschulsports sind die reitenden Studenten in den Führungsebenen nahezu jeder reitsportlichen Organisation und Veranstaltung vertreten; fast alle großen Pferdesportveranstaltungen rekrutieren Teile ihres Mitarbeiterteams aus den Kreisen der aktiven und ehemaligen Studentenreiter, so z.B. die Equitana und die Bundeschampionate.